Jahrgang 2018

Die Weinkönigin zu Gast: unsere Nichte!Die Trauben sind gelesen und im Weinkeller gären schon die Moste! Die Stimmung bei uns Moselwinzern wird von Freude und Erleichterung beherrscht. Freude über die Spitzenqualität der Trauben und Erleichterung über die große Erntemenge, die den Keller nach den kleinen Ernten der letzten Jahre wieder füllt. Das Weinjahr 2018 begann vielversprechend. Die Frosttage im März gingen schadlos an uns vorüber und von Spätfrösten wie 2017 bis  Mai blieben wir verschont. Im Gegenteil, das Frühjahr war von warmem freundlichem Wetter  bestimmt. April und Mai waren im Durchschnitt 2-4 Grad wärmer als das langjährige Mittel, sodass der Vegetationsvorsprung noch größer war als im Vorjahr (Rhein-Zeitung 26.06.2018). Bei ausreichender Wasserversorgung war deshalb die Rebblüte schon Anfang Juni abgeschlossen.

„Johannesblood es immer good“ - „Gritteblood daat selten good“

Die Alten wünschten sich die Rebblüte also um den 24. Juni. Zu spät war sie  hingegen um den 13. Juli, dem Namenstag der hl. Margret. Die trockenen und heißen Monate Juli/August sorgten dann  für optimale Wachstums– und Reifebedingungen und ließen Rebkrankheiten gar nicht erst aufkommen. Am 31. August startete dann wie schon im Vorjahr die Traubenlese mit der frühen Rebsorte Rivaner. Nach einer kurzen Pause begann dann Mitte September die Lese beim Spätburgunder und etwas später auch beim Riesling. Am 02. Oktober wurden dann in der Lage St. Castorhöhle die letzten Rieslingtrauben gelesen. Die Dauer der Traubenlese war 2018 bei doppelter Erntemenge etwa genauso lang wie 2017 . Diesen Umstand verdanken wir vor allem der Gesundheit des Lesegutes, die unseren Erntehelfern eine unkomplizierte zügige Lese ermöglichte.

Steillagenvollernter: ein Versuch

Dazu beigetragen hat  auch der Einsatz eines Steillagenvollernters, der versuchsweise in diesem Jahr in einer unserer Flächen eingesetzt wurde. Während 10 Erntehelfer diesen Weinberg in 4-5 Stunden gelesen hätten, benötigte der Steillagenvollernter 1 Stunde. Obwohl die Kosten der Maschine die der Erntehelfer im Moment noch übersteigen, ist Sie doch eine Alternative, wenn z.B. im Hinblick auf den Klimawandel während der Lese kurzfristiges und schnelles Handeln gefragt ist oder einfach nur die Arbeitskräfte ausbleiben.

Unsere Lage

Rückblickend muss festgehalten werden, dass wir hier im Weingut noch keinen „Herbst“ erlebt haben, in dem gleichzeitig das Ertragsniveau und die Traubenqualität so hoch war.

Freuen Sie sich also mit uns auf die 2018er Weine!

Sollte die Gärung ungestört voranschreiten, werden Sie die ersten Weine sicherlich schon Weihnachten probieren können!

Prämierungen

Im Jahr 2018 konnten wir zwei goldene, acht silberne und sechs bronzene Kammerpreismünzen erringen. Wir sind stolz auf das Zertifikat 2018 der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz.